Martin-Luther-King Schule

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Schulkonzept

Die Martin-Luther-King-Schule ist eine Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen und liegt am Stadtrand von Göttingen. Sie hat 37 Grundschulen  im Einzugsgebiet und wird von 90 Schülerinnen und Schülern besucht. Das Kollegium umfasst 19 Lehrkräfte und zwei pädagogsiche Mitarbeiter in Teilzeitanstellung. Seit 1975 wird die Martin-Luther-King-Schule als Ganztagsschule in gebundener Form geführt. Trotz gekürzter Unterrichtsversorgung nehmen die Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 an zwei Nachmittagen; in Klasse 4 an einem Nachmittag verbindlich am Unterricht teil. Für alle wird ein Mittagessen angeboten, das von Bediensteten des Schulträgers in der eigenen Mensa aufbereitet wird. Das Schulgebäude ist für den Ganztagsbetrieb angelegt: Neben den üblichen Fachräumen stehen eine multifunktionelle Agora (Pausenhalle), ein Billardraum, eine Disco, ein Spielezimmer und eine parkähnliche Außenanlage für den Freizeitbereich zur Verfügung.

Als Förderzentrum ist die Schule in ein regionales Integrationskonzept eingebunden, sodass mit den teilnehmenden Grundschulen eine enge Kooperation stattfindet:25 Kolleginnen und Kollegen arbeiten in der sonderpädagogischen Grundversorgung, neun weitere in Integrationsklassen.

Vorrangiges Bildungsziel der Martin-Luther-King-Schule ist die Stärkung und Aufrechterhaltung der Lernbereitschaft sowie die Nutzung der eigenen Stärken zur Verwirklichung des höchstmöglichen Maßes an selbst bestimmtem Leben und Arbeiten. Neben der Wissensvermittlung dienen dazu die folgenden pädagogischen Bausteine:
– Freizeitangebote
– soziales Lernen
– Rhythmisierung des Tagesablaufes
– Kooperation mit der berufsbildenden Schule
– Kooperationen mit den örtlichen Sportvereinen
– Kompetenzschulung der Lehrkräfte

Freizeit in der Unterstufe

Unter dem Motto „Gemeinsam spielen, gemeinsam Spaß haben“ erleben Schülerinnen und Schüler der Klasse 4 donnerstags ihre Freizeit. Nach dem Mittagessen geht es los: Zunächst treffen sich alle Beteiligten (Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und pädagogische Mitarbeiterinnen der Schulsozialarbeit, um sich aus einem Angebot vonmehreren Aktivitäten eine Station auszuwählen. Das Angebot orientiert sich an der Nachfrage der Schüler und den Schwerpunkten der Betreuerinnen. Häufig im Angebot sind Kickboard fahren, Skaten, Fußball spielen, Trampolin springen, Tischtennis spielen, kickern und Seilspringen. Ebenso attraktiv sind Computerspiele sowie Spielen und Basteln im Spielzimmer. Den Kindern stehen auch spezielle Angebote wie Akrobatik, Mathematikspiele, Entspannungsübungen, Singen, Tanzen, Musik hören, Bücher lesen und Gartenarbeit zur Auswahl. Am Ende der Mittags-Freizeit berichten Schülerinnen, Schüler und Betreuerinnen in einer Gesprächsrunde von ihren Erlebnissen. Rockie, unser Stoffhund, darf dabei auf dem Schoß des Erzählers sitzen und aufmerksam zuhören.

 

Freizeit in der Sekundarstufe

Ab Klasse 5 haben die Schüler und Schülerinnen der MLK Nachmittags-Unterricht. Damit man aber nach sechs Stunden am Vormittag erst einmal ein bisschen verschnaufen kann, gibt es in der siebten Stunde verschiedene Freizeit-Angebote, die mehrmals jährlich wechseln sollen. Dazu versammeln sich zunächst alle Schüler und Lehrer in der Pausenhalle und besprechen, was jeweils angeboten wird. Hin und wieder gibt es „Specials“, z.B. Kicker-Turnier, Breakdance, Fußball-EM-Spiele, … Feste Angebote sind Billard spielen, Disco, Spiele-Ausleihe, Bücherei, Malen, Hausaufgabenbetreuung, Ruheraum und Teestube. Nach der 7. Stunde geht es dann gestärkt zum Endspurt in die Arbeitsgemeinschaften und den Unterricht.

Das Schulprogramm in einer Tabelle (Stand 01.12.14)

1. Sozialarbeit

Thema Ziel
1.1 Gespendetes Frühstück (Geismarer Firmen und Göttinger Tafel) Gesundes Frühstück-besser lernen für alle
1.2 Gewaltprävention Erhöhung der Handlungskompetenz im sozialen Miteinander
1.3 Trainingsraum-Konzept Strukturierte Konfliktbearbeitung und Krisenintervention  während der Unterrichtszeit
1.4 Schulrituale den Schulalltag entstressen für Lehrer und Schüler
1.5 Hausaufgabenbetreuung Erfolgreiche Mitarbeit sichern
1.6 Elternarbeit Teilhabe am Schulerfolg ihrer Kinder
1.7 Außerschulische Experten Einbezug außerschulischer Kompetenz
1.8 Beratungskonzept Differenziertes Beratungsangebot für die Schule
1.9 Handwerker-AG Christine Witt von der Göttinger Jugendhilfe e.V.
1.10 Präventionskonzept Umsetzung präventiver Maßnahmen im Schulalltag

2. Unterricht und Berufsorientierung

Thema Ziel
2.1 berufliche Orientierung Interesse wecken, Stärken finden
2.2 außerschulische Kooperationspartner Vernetzung von Ressourcen
2.3 fördern und fordern – Extra-
Angebote – DAZ
individuell stärken
2.4 Unterrichtsentwicklung, Methoden-, Kommunikations- und Teamkompetenz das Lernen lernen – Professionalisierung      (2 J.)
2.5 Projektarbeit verbindliche Einführung einer Projektwoche pro Jahr
2.6 Material Materialien für alle nutzbar machen
2.7 Nutzung neuer Medien Internet-, Medienführerschein, Textverarbeitungskompetenz
2.8 AG´s für den Nachmittagsbereich Interessen der Schüler aufnehmen, Überführung der Schüler in außerschulische Angebote

3. Schule steuern und organisieren

Thema Ziel
3.1 Teamarbeit das Schulprogramm in Teams umsetzen
3.2 Zeitmanagment Wertschätzender Umgang mit eigener und fremder Lebenszeit
3.3 Schulveranstaltungen Identifikation mit der Schule erhöhen
3.4 Sponsoring Externe Finanzierung von Schulprojekten
3.5 RIK enge Anbindung der Förderschullehrer an die Stammschule zur Sicherung der curricularen und administrativen Vorgaben und Austausch über pädagogische Maßnahmen
3.6 Kooperation mit anderen Schulen Vernetzung
3.7 Konferenzkultur Effizienz
3.8 Öffentlichkeitsarbeit Tu Gutes und sprich drüber!
3.9 Qualitätssicherung -Selbstevaluation  -Fremdevaluation (SEIS) Ziele des Schulprogramms evaluieren
3.10 Arbeitssicherheit Sicheres und gesundes Arbeiten für Lehrer und Schüler

4. Schulleben

Thema Ziel
4.1 Mittagessen Ausgabe einer warmen Mahlzeit und Ausbildung von Esskultur
4.2 Schülercafé  Ausgabe einer warmen Mahlzeit und Ausbildung von Esskultur
4.3 Schulsanitätsdienst Übernahme von Verantwortung für die Schulgemeinschaft
4.4 Bus-Scouts Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft
4.5 Freizeitbereich  Erholung ermöglichen
4.6 Schulband Auftritte, Selbstbild stärken
4.7 Schulregeln den haltenden Rahmen schaffen und Verbindlichkeit sichern
4.8 Schülervertretung Mitgestaltung des Schullebens
4.9 Kiosk Frühstücks- und Erfrischungsangebot für Schüler und Lehrer
4.10 Sozialraum Strukturierte Konfliktbearbeitung und Krisenintervention in den Pausen

 

Konzept zur Kompetenzschulung

Der Lernprozess von Schülerinnen und Schülern gestaltet sich am effektivsten, wenn sie selbst tätig sind. Im Unterricht der MLK  werden solche Prozesse angebahnt, die den Schülerinnen und Schülern Grundlagen für ein eigenständiges und selbstverantwortliches Lernen vermitteln, das nicht nur in der Schule, sondern auch in der Arbeits- und Berufswelt erforderlich ist.

 

Lern- und Arbeitsverhalten

Die Schülerinnen und Schüler sollen mit einem umfassenden Repertoire an Lern- und Arbeitstechniken vertraut gemacht werden. Die Anwendung wird mit ihnen systematisch geübt und wiederholend vertieft

  • Heftführung

  • ausschneiden

  • Umgang mit dem Lineal

  • Mappenführung

  • Inhaltsverzeichnisse erstellen

  • Umgang mit dem Geodreieck

  • Signalwörter erkennen und benutzen

  • Zirkel benutzen

  • präsentieren

  • Informationsmaterial organisieren und auswählen

  • argumentieren

  • effizientes Lesen

  • passende Stichwörter notieren

  • Grafiken lesen und erklären

  • formelle Briefe schreiben

  • Mindmaps erstellen

  • ein Telefonat führen

Teamentwicklung

Die Fähigkeit, im Team zu arbeiten ist für Schülerinnen und Schüler  ein Kompetenzgewinn, der an Arbeitsplätzen vorausgesetzt wird und gleichzeitig Lernwege und –möglichkeiten eröffnet.

Die Teilziele für die Arbeit in Gruppen lauten:

  • in ganzen Sätzen reden

  • frei sprechen

  • Assoziationen äußern

  • aktiv zuhören

  • Worte weitergeben

  • Blickkontakt halten

  • sich dem Sprecher zuwenden

  • angemessene Körperhaltung und Mimik

  • aktives Sprechen

  • gezielte Fragen stellen

  • freies Sprechen und Berichten

  • Umgang mit der Stimme

  • Einsatz von Mimik und Gestik

  • Bewerbungsgespräch

Kommunikationskompetenz

Es werden elementare Techniken vermittelt und geübt, die die Basis für gelungene Gespräche darstellen:

  • für Gruppenarbeit sensibilisieren und motivieren

  • Gruppenprozess anbahnen und reflektieren

  • Regeln entwickeln

  • Gruppenarbeit nach Regeln durchführen